Green Claims: Nachhaltigkeit korrekt und nachvollziehbar kommunizieren

Neue EU-Vorgaben schaffen klare Regeln für Nachhaltigkeitsaussagen. Entscheidend ist nicht, was kommuniziert wird – sondern ob es belegbar ist.

Nachhaltigkeit ist längst ein zentraler Bestandteil der Produktkommunikation. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass viele Aussagen schwer vergleichbar oder nicht ausreichend belegt sind.

Mit den neuen EU-Regelungen zu sogenannten Green Claims wird genau hier angesetzt. Ziel ist es, irreführende Aussagen zu vermeiden und für klare, überprüfbare und vergleichbare Informationen zu sorgen.

Für Unternehmen bedeutet das:
Nicht jede Aussage, die heute üblich ist, wird künftig noch zulässig sein.

European-Union-Recycling-PPWR
Von allgemeinen Aussagen zu konkreten Nachweisen

Die zentrale Veränderung liegt darin, dass allgemeine oder unspezifische Aussagen künftig nicht mehr zulässig sind.

Nachhaltigkeitsaussagen müssen:

  • sich auf eine konkrete Eigenschaft beziehen
  • technisch nachvollziehbar sein
  • und durch belastbare Daten gestützt werden

Das betrifft sowohl Aussagen auf der Verpackung als auch in Marketing, Vertrieb und Kommunikation.

Verpackung als sichtbarer Träger von Aussagen

Verpackungen sind oft der erste Kontaktpunkt mit dem Produkt. Aussagen zur Nachhaltigkeit sind hier direkt sichtbar und haben einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung.

Damit stehen sie besonders im Fokus der Regulierung.

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Typische Aussagen im Verpackungsbereich

Im Verpackungsbereich beziehen sich Aussagen häufig auf:

  • Recyclingfähigkeit
  • Materialeinsatz
  • Rohstoffherkunft
  • Umweltwirkung

Diese Themen bleiben relevant – müssen aber künftig präziser formuliert werden.

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Nicht ausreichend oder kritisch

„Nachhaltige Verpackung“
„Umweltfreundlich produziert“
„Klimaneutral“ ohne weitere Erklärung
„100 % recycelbar“ ohne Bezug zum realen Entsorgungssystem

Diese Aussagen sind zu allgemein, nicht überprüfbar oder nicht eindeutig definiert.

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Möglich und sinnvoll

„Recyclingfähig im bestehenden Altpapiersystem“
„Hergestellt aus FSC®-zertifizierten Rohstoffen“
„Materialeinsatz im Vergleich zur Vorgängerversion um 20 % reduziert“
„Verpackung besteht überwiegend aus Faserstoffen“

Diese Aussagen sind konkret, nachvollziehbar und überprüfbar – vorausgesetzt, die entsprechende Grundlage ist vorhanden.

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Aussage und Realität müssen übereinstimmen

Entscheidend ist nicht die Formulierung allein, sondern die tatsächliche Eigenschaft der Verpackung.

Eine Aussage ist nur dann zulässig, wenn sie:

  • technisch korrekt ist
  • sich auf die konkrete Verpackung bezieht
  • durch Daten oder Nachweise belegt werden kann

Damit wird die Verpackungsentwicklung selbst zur Grundlage für Kommunikation.

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Die Basis für glaubwürdige Aussagen entsteht im Design

Ob eine Aussage getroffen werden kann, entscheidet sich bereits bei der Entwicklung der Verpackung.

Materialwahl, Konstruktion und Recyclingfähigkeit bestimmen, welche Aussagen belastbar sind.

Unsere Verpackungslösungen folgen dabei klaren Prinzipien:

  • Einsatz recyclingfähiger Materialien
  • Vermeidung komplexer Verbundstrukturen
  • Reduktion von Materialeinsatz
  • klare, nachvollziehbare Materialkonzepte

Diese bilden die Grundlage für eine sichere Kommunikation.

Weniger Aussagen – mehr Substanz

Mit den neuen Vorgaben steigt das Risiko, dass Aussagen als irreführend eingestuft werden.

Gleichzeitig entsteht die Chance, sich klar und glaubwürdig zu positionieren.

Unternehmen, die ihre Aussagen sauber belegen können, schaffen Vertrauen – bei Kunden, Partnern und Endkonsumenten.

 

Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Verpackungen technisch richtig einzuordnen und daraus belastbare Aussagen abzuleiten.

Dabei verbinden wir:

  • Verpackungsentwicklung
  • Materialbewertung
  • regulatorische Einordnung

Ziel ist es, Aussagen zu treffen, die nachvollziehbar und langfristig tragfähig sind – ohne unnötige Risiken.

Lassen Sie uns Ihre Verpackung und Ihre Aussagen gemeinsam prüfen
Ingo Lublow
Ingo Lublow
Verkaufsleitung | Business Development