PPWR: Anforderungen verstehen. Verpackungen richtig ausrichten.
Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR – Verordnung (EU) 2025/40) schafft erstmals einen einheitlichen Rechtsrahmen für Verpackungen in Europa.
Ab diesem Zeitpunkt dürfen nur noch Verpackungen in Verkehr gebracht werden, die den Anforderungen der Verordnung entsprechen. Nicht-konforme Verpackungen sind damit faktisch vom Markt ausgeschlossen. Für Unternehmen bedeutet das: Die Verpackung selbst wird zum entscheidenden Faktor für die Konformität.
Die PPWR ist kein klassisches Update bestehender Vorschriften, sondern ein klarer Systemwechsel. Verpackungen werden künftig nicht mehr nur über einzelne Materialien oder Nachweise bewertet, sondern als Gesamtsystem. Entscheidend ist, ob sie funktional notwendig, materialeffizient und recyclingfähig sind.
Damit rückt insbesondere die Verpackungsentwicklung in den Mittelpunkt der regulatorischen Anforderungen.
Die PPWR sieht vor, dass bestimmte Verpackungsarten schrittweise eingeschränkt oder vom Markt genommen werden. Dazu zählen insbesondere Lösungen ohne funktionalen Mehrwert, überdimensionierte Verpackungen oder Konstruktionen, die einer Kreislaufführung entgegenstehen.
Auch wenn viele Details noch konkretisiert werden, ist die Entwicklung eindeutig: Verpackungen müssen ihren Zweck erfüllen – und darüber hinaus effizient und recyclingfähig sein.
Mit der PPWR verschiebt sich der Fokus deutlich. Konformität wird nicht mehr über einzelne Nachweise erreicht, sondern über die Qualität der gesamten Verpackung. Material, Konstruktion und Anwendung müssen zusammenpassen.
Viele bestehende Verpackungslösungen im Kartonbereich erfüllen diese Anforderungen schon heute; andere noch nicht vollständig. Gleichzeitig ergeben sich daraus konkrete Ansatzpunkte für Optimierung und Substituierung einzelner Verpackungsarten.
Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Verpackungen systematisch zu analysieren und weiterzuentwickeln.
Im Fokus stehen dabei:
- Reduktion von Material und Volumen
- konstruktive Optimierung
- Verbesserung der Recyclingfähigkeit
- Prüfung von faserbasierten Alternativen und Substitutionen von z.B. Kunststoff
Dabei betrachten wir Ihre Verpackung immer im Gesamtkontext – von der Funktion über die Logistik bis zur regulatorischen Bewertung.